Stimmen zum Buch

Gabriele Haefs

Urteil meines 12jährigen Nachbarn, der in den Sommerferien den "Lorenz" verschlungen hat:  "Ganz tolles Buch, unheimlich spannend. Ich will unbedingt noch viel mehr darüber lesen. Sag dem Schriftsteller, er soll sofort weiterschreiben."

Zillo Medieval

     Ausgabe 2-2014

"Der Roman lässt sich angenehm leicht und flüssig lesen. (…) Die Textpassagen werden durch bekannte Minnelieder aufgelockert und sorgen für Abwechslung. Ganz nebenbei lernt der Leser eine Menge über die Städte im Mittelalter. Ein Buch für alle kleinen und großen Ritter, Spielleute und alle Liebhaber von Mythologie und vor allem der Drehleier."

Planeta

Günter Gall,

Für mich als Altfolkie war es ein großes Lesevergnügen. Ich sah die Folkszene der letzten 40 Jahre Revue passieren. Sehr amüsant ist der Einsatz zweier eineiiger Ponies, quasi als Zugpferde der deutschen Folkszene der Sechziger- und Siebzigerjahre … Ein Wermutstropfen: in dem Roman "kömmt enne Spöölmann met enne fiese Charakter" vor. Wenn ich mit dem Autor nicht schon seit Folk-Michel-Zeiten befreundet wäre und er nicht auf meiner neuen CD die „Ferkesviol" gespielt hätte – ich würde ihm niemals verzeihen. Aber so: ein ungeheuer kenntnisreiches Lesevergnügen und – woher häd de Keerl so vööl Fantasy?

Unbedingt lesen!
Freundschaftlich verbunden,

Günter Gall,
Liedermacher, Spielmann, Troubadour

www.guenter-gall.de 


Irland Journal, Jahrgang XXV, ij 2+3.14

Mit einem Spielmann durch das Mittelalter 

Mittelalter – das dunkle Zeitalter, so sagt man doch gerne. Dies trifft allerdings schwerlich auf das Mittelalter zu, welches von Ulrich Joosten in seinem packenden historischen Roman ,,Der Weg des Spielmanns“ beschrieben wird. Das Gegenteil ist der Fall – schillernd und farbenfroh wird die Welt des jungen Protagonisten Lorenz von Rabenhorst und seiner Freundin Kamaria dargestellt. 

Der junge Grafensohn wünscht sich nichts sehnlicher, als Minnesänger werden zu dürfen. Dann nämlich kann er, mit selbstgeschriebenen Melodien und Texten, Massen begeistern und Damen betören. Dies steht jedoch ganz und gar nicht in Einklang mit den Vorstellungen seines Vater. Dieser will nämlich, dass sein Sohn eine strenge Ritterausbildung durchläuft, um einmal in seine Fußstapfen zu treten. Zur Umsetzung dieses Vorhabens heuert er den unerbittlichen Ritter Arnold von Schwarzeneck an, der Lorenz aber eher als Prügelknaben denn als Schüler betrachtet. Außerdem mag von Schwarzeneck die fahrende Musikantin und Akrobatin Kamaria nicht, die auf der Burg wohnt, seit ihr Spielmannsgefährte und Ersatzvater verstorben ist. Dieser hatte sie aus den Fängen von Sklavenhändlern, die das dunkelhäutige Mädchen aus ihrem Heimatland Mauretanien entführt hatten, befreit. Aufgrund ihrer für die damalige Zeit ungewöhnlichen Hautfarbe, ist sich von Schwarzneck sicher, es mit einer Ausgeburt des Teufels zu tun zu haben und setzt alles daran, das Mädchen loszuwerden. Nachdem Kamaria durch Lorenz Hilfe nur knapp dem Tode entrinnt, beschließen die Beiden von der Burg zu fliehen und somit den Fängen ihres Peinigers zu entkommen. Fortan wollen sie ihr Glück als fahrende Minnesänger versuchen. Ihr erstes Ziel ist ein Instrumentenbauer in Köln, damals Coellen, der ihnen von Kamarias verstorbenem Lehrmeister empfohlen wurde. Doch Arnold von Schwarzeneck ist hinter ihnen her und stellt somit eine von vielen Gefahren und Hindernisse dar, die von den beiden Freunden überwunden werden müssen. Aufgrund ihrer Gutmütigkeit und Offenheit finden sie auf ihrem Weg jedoch viele neue Freunde, menschlicher und auch übermenschlicher Art, die sich ihrer annehmen und auf die sie in jeder Situation zählen können. 

Mit viel Spannung und einer Prise Magie lebt in diesem Roman das Mittelalter mit all seinen Facetten wieder auf und der Leser befindet sich im Nu auf einer fantastischen Reise durch verwunschene Wälder, prächtige Burgen und lebhafte Städte. Dabei hat er zwei heldenhafte Reisebegleiter, Lorenz und Kamaria, an seiner Seite.

Dem fundierten Fachwissen des Autors ist es wohl geschuldet, dass einige Passagen etwas langatmig daherkommen, andererseits bewahrt dies das Buch auch vor einer gewissen Obeflächlichkeit. Der Autor kratzt nicht nur an der Thematik Mittelalter, sondern taucht tief in diese Epoche ein.

Für musikinteressierte Leser ist dieses Buch ein echtes Fundstück, da es immer wieder längere Ausführungen über mittelalterliche Musik sowie Passagen aus echten Minnegesängen der damaligen Zeit bietet. Dadurch bekommt man erst eine Ahnung davon, was es bedeutet haben muss, ein Spielmann zu sein. 

Eine bunte, spannende und dabei trotzdem lehrreiche und informative Zeitreise ist dieses Buch und es sei jedem empfohlen, der sich auf die Magie der Musik und des Mittelalters einlassen und den Alltag für eine Weile vergessen möchte. 

Larissa Dehm

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Folkworld, Online-Magazin, T:-)M’s Nachwache (Tom Keller)
(www.folkworld.de)

„Klassische wie moderne Romanschriftsteller, die sich mit dem Mittelalter beschäftigten, haben Ritter fahren und Huren wandern lassen, Medici und Pilger als auch Troubadoure und Minnesänger auf die Reise geschickt. Den uns bekannten Protangonisten aus Prosa und Poesie gesellt sich nun ein neuer Held hinzu. …“

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****************************************************************************************************FOLKmagazin, Heft 311, Februar-März 2014 (www.folkmagazin.de)

Der junge Lorenz von Rabenhorst  soll Ritter werden, wie es sich für einen Jüngling aus mittelalterlichem Adelshause geziemt – aber er will nicht, er wäre viel lieber ein fahrender Musikant. Also muß er durchbrennen! Das führt natürlich zu Abenteuern  en masse. Lorenz tut sich mit der Harfnerin Kamaria zusammen, die aus Mauretanien stammt und ihre Eltern sucht, die sie zuletzt auf einem Sklavenmarkt gesehen hat, als beim Verkauf die Familie auseinander gerissen wurde. Eine schwarze Musikantin und ein entlaufener Adelssproß, das erregt Argwohn, bei Konkurrenten, Dämonen, bei standesbewußten Junkern und bei der Inquisition. Ulrich Joosten, selbst Musiker und Mitglied der Gruppe Gambrinus, hat mit seinem Romanerstling ein fulminantes Mittelalterspektakel vorgelegt, und nicht nur das – so ganz nebenbei erzählt er, durch sorgfältige Recherchen bestens belegt, die Geschichte der Drehleier. Die Kieler Autorin Karin Braun zollt dem Buch ein hohes Lob: „Endlich ein Mittelalterroman ganz ohne Wanderhure!“

****************************************************************************************************Birgit Reich, Groß-Zimmern (Hessen) 

Hallo Herr Joosten,den „Weg des Spielmanns“ habe ich von einem Freund geschenkt bekommen und kann mich dafür nur herzlich bedanken – was für ein Lesevergnügen! Normalerweise sind historische Romane nicht meine Sache, aber … der Spielmann fiel mir in die Hände – und dort blieb er auch für viele Stunden. Denn die Figuren sind so liebenswert und lebendig gezeichnet, dass man sich nur ungern von ihnen trennt. Lorenz hatte mich spätestens in dem Moment als er sich überlegte, dass man als Ritter vielleicht ein Held wird, über den man Lieder dichtet, aber man wird mit Sicherheit „abgemurkst“. Kluger Junge, ich wäre auch lieber Spielmann geworden, als die Laufbahn eines Ritters einzuschlagen! Die Reise, die er mit Kamaria Malaika, einer Musikerin, unternimmt, um bei Meister Volker in Köln zu lernen, ist sehr unterhaltsam und mit viel augenzwinkerndem Humor geschrieben. Die einzelnen Charaktere sind aus einem Guss, Menschen mit Ecken und Kanten, die man mögen oder hassen muss, ob man das will oder nicht.

Dass das Mittelalter keine friedliche Zeit war, wird nicht ausgespart und es fehlt nicht an spannenden und manchmal auch gruseligen Momenten, genauso wenig an sehr, sehr lustigen Stellen, bei denen man herzlich lachen kann. Viele, viele Fabelwesen begegnen Lorenz und Kamaria auf ihrer langen Reise, ob es ein Kelpie aus Caledonien ist oder die Loreley – selbst der Nibelungenschatz taucht auf. Und die ganze Zeit liest sich die Geschichte, als müsste das alles genau so sein.

Ich bin mit Lorenz quer durch Deutschland gereist und mir war keine Minute langweilig. Was ich im Spielmann fand, war ein ungeheures Wissen über die Zeit des Mittelalters, über Minne und Musik – und über Drehleiern. Außerdem eine überbordende Fantasie, sehr viel Humor und so liebenswerte Figuren, dass man den größten Teil dieser Bande am liebsten kennen lernen würde. Ich hoffe nur, dass Sie, lieber Herr Joosten noch viele, viele weitere Bücher schreiben, in die ich mich verlieben darf.
Danke, dass ich Ihren Erstling lesen durfte. Ich freue mich auf den nächsten!

****************************************************************************************************Kai Engelke in Folker – Zeitschrift für Folk, Lied und Welmusik, Heft 2-2014 (www.folker.de)

Der Weg des Spielmanns ist ein opulenter Mittelalterroman voller Spannung, Witz und Abenteuerlust;  angereichert mit einer Fülle an historischen Informationen, musikgeschichtlichen Details und fantastischen Gedankenkonstrukten. Die klare  Sprache des Autors, seine geschilderten Charaktere, die sorgfältig dargebotenen Umstände der zügig voranschreitenden Handlung – all das macht den Weg des Spielmanns zu einer vergnüglichen Lektüre sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene. Kenner der Folkszene werden darüber hinaus mit einem Schmunzeln die vielen Anspielungen auf real existierende Musikanten zur Kenntnis nehmen: ein Zimmermann mit Namen Robert beherrscht zwar nur drei Akkorde und singt mit einer Stimme, die „wie ein rostiger Hufnagel“ klingt, doch kann er weitaus größere Erfolge feiern, als der scheue Hellmuth vom Weserstrand oder gar der Niederrheiner und „fiese Möp“ Günter vom Ossenberg. Zwei treue Kutschponys, die einen Spielmannswagen fast durch den gesamten Roman ziehen, tragen die ehrwürdigen Namen Hein und Oss. Nein, gemeint sind natürlich nicht die beiden „modernen“ fahrenden Sänger aus der Pfalz! Die beiden Pferdchen sind benannt nach Heinrich dem Löwen und dem berühmten Troubadour Ossian.

Mit Erzählfreude und fundiertem Detailwissen schildert Ulrich Joosten die ereignisreichen Jugend-, Lehr- und Wanderjahre des Grafensprösslings Lorenz von Rabenhorst, der unter gar keinen Umständen ein edler Ritter, sondern viel lieber ein fahrender Spielmann, ein Vagant, ein Minnesänger werden möchte. Der Leser leidet mit dem jungen Grafen, der die brutale Schule als Knappe absolvieren soll; freut sich über die gelungene Flucht in die verheißungsvolle Freiheit gemeinsam mit der geheimnisvollen Kamaria Malaika aus Mauretanien; verfolgt staunend die Begegnungen mit Waldgeistern, Wassermenschen, Nymphen und Faunen; bangt, hofft und zittert mit Lorenz und Kamaria, die in Lebensgefahr geraten; ist erleichtert, als Lorenz seine Lehrmeister findet, die ihn in der Kunst des Drehleierspiels sowie in der Kunst des Verseschmiedens nterweisen. Mit jeder Buchseite wird der Leser tiefer in die Geschichte hineingezogen. Die furiose Handlung scheint beim großen Sängerwettstreit auf der Burg Eltz ihren Höhepunkt zu finden, doch … nein, es sei nicht zu viel verraten.

Gibt es denn überhaupt nichts Kritisches zu bemerken? Nun ja, wenn es um historische Detailschilderungen geht (Geschichte von Koblenz oder Köln, Instrumentenbau, Entstehung der Notenschrift, Spielanleitungen …), dann wirkt die Sprache zuweilen etwas hölzern. Aber das war’s auch schon. Wen fahrende Musikanten im Mittelalter interessieren  und wer darüber hinaus Spaß an jeder Menge musikalischer Bezüge zur Jetztzeit hat, der wird diesen elegant geschriebenen Roman mit Freude und Gewinn lesen.

****************************************************************************************************Karin Braun auf wordpress.com (3. Januar 2014)

Handlung:

Dass für einen Grafensohn im Mittelalter die berufliche Laufbahn klar ist, weiß auch Lorenz von Rabenhorst. Aber er will sich nicht dreinfinden und Ritter werden. Sein Traum ist es ein berühmter Minnesänger zu sein und die Welt mit Musik zu erobern. Der rückt ein wenig näher als Spielleute auf die Burg seines Vaters kommen und er lernt die Drehleier zu spielen. Auch trifft er dort die dunkelhäutige Mauretanierin Kamaria Malaika, ehemalige Sklavin, nun Ziehtochter des Spielmannes und Akrobatin und Musikerin.  Nach dessen Tod und der Gewissheit, dass es mit ihm und dem Ritter sein nichts wird, ziehen Lorenz und Kamaria als Spielleute durch die Welt. Sie machen sich auf nach Coellen, um Meister Volker, einen berühmten Instrumentenmacher aufzusuchen, um bei diesem eine Drehleier zu erwerben. Auf ihrem Weg dorthin begegnen ihnen Einhörner, Schurken natürlicher und übernatürlicher Couleur, aber auch Menschen die es gut mit ihnen meinen.

Frau Braun meint:

Dieser Roman für junge und jung gebliebene Leser (so der Verlag) ist eine fantasievolle Reise durch das mittelalterliche Deutschland. Es ist aber auch eine Liebeserklärung an die mittelalterliche Musik, die Troubadoure und Spielleute dieser Zeit.  Vor allem aber ist eine Geschichte voller Musik, Fantasie und Magie, ohne jedoch diese Epoche zu verherrlichen. Die Schattenseiten sind sehr wohl sichtbar und, für die Protagonist_innen, auch spürbar. Ulrich Joosten hat ein enormes Wissen über die Zeit der Minne und über die Musik. Dies gepaart mit großem erzählerischem Talent hat ein Buch hervorgebracht, welches ich mit wahrer Begeisterung gelesen habe.

Wer sich mit Lorenz und Kamaria auf die Reise macht, wird vielen interessanten Figuren begegnen. Der Lure vom Ley etwa oder auch einem kaledonischen Nöck namens Kelpie. Diese märchenhaften Aspekte gepaart mit historischen Fakten und kraftvollen Charakteren ergeben eine unwiderstehliche Geschichte, in die sich diese jung gebliebene alte Leserin gerne hat ziehen lassen.

Wie der Autor durchblicken ließ, wird die Geschichte weitergehen und ich bin schon so gespannt, wie sich Kamaria und Lorenz, sowie ihre Freunde,  entwickeln und was auf ihrem zukünftigen Weg liegen mag.

Der Autor:

Ulrich Joosten ist Musikjournalist im Bereich Folk und Weltmusik. Außerdem spielt er in der Formation Gambrinus, wie kann es anders sein, die Drehleier, aber auch Gitarre.

****************************************************************************************************Dormago - Das Portal für Dormagen (28 Dezember 2013)

Junger Grafensohn träumt von Karriere als Minnesänger

****************************************************************************************************Der Abdruck sämtlicher Rezensionen auf dieser Website erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Autoren bzw. des genannten Mediums.

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